Die Rieju X-Over 357 nimmt die Linie der 125er auf – und gibt ihr den Atem für die Landstraße. Gleicher Crossover-Look, gleiche niedrige Sitzhöhe von 780 mm, gleiches große-Räder-Konzept mit 15 Zoll vorn und 14 Zoll hinten. Neu ist der flüssigkeitsgekühlte Einzylinder mit 329 cm³, rund 30 PS und 32 Nm bei 5.500 U/min. Das reicht, um im Verkehr souverän mitzugehen, auf der Umgehungsstraße zügig zu überholen und Autobahnabschnitte ohne Stress zu nehmen. Das CVT schaltet unsichtbar, Bosch-ABS und abschaltbare Traktionskontrolle halten den Alltag im Griff. Im Stand wirkt sie mit 191 kg erst groß. Sobald sie rollt, verschwindet das Gewicht hinter einem tiefen Schwerpunkt, einem engen Wendekreis und einer ruhigen Vorderachse. Die konventionelle Gabel und die beiden hinteren Federbeine sind eher straff abgestimmt: in der Stadt spürt man Kanten, auf der Landstraße bleibt die Maschine spurstabil und berechenbar. Zwei Integralhelme unter der Sitzbank, 14,8 Liter Tank, Gepäckträger, verstellbare Scheibe – das ist Alltagstauglichkeit, keine Show. Dazu kommt die Ausstattung, die man in der Klasse erwartet und selten komplett bekommt: 7-Zoll-TFT mit Mirror-Link, Keyless, Voll-LED, beheizbare Griffe, USB und USB-C. Die X-Over 357 fährt sich wie ein Scooter, der den Weg zur Arbeit kennt – und den Weg danach nicht scheut.